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12. Hagener Herz-Kreislauftag vom 26. Februar 2010
Wegen der zunehmenden Aktualität vom Spitzensport sowie Breitensport und hierbei auftretenden akuten Herztodfällen wurde die Thematik erstmals am 12. Hagener Herztag aufgegriffen.
Der große Erfolg dieser Veranstaltung war sicherlich auch in der Teilnahme durch den TSV 186o Hagen und der Basketball-Bundesligamannschaft Phönix-Hagen zu danken.
Plötzlich und unerwartet: Todesfälle im Sport und ihre Erklärung
Hagen. (tau) Sport ist gesund und kann uns vor Krankheiten bewahren, die frühzeitig zum Tod führen. Stimmt. Ebenso stimmt aber auch, dass es immer wieder überraschend zu Todesfällen im Sport kommt. Prominente Beispiele sind dafür die Siebenkämpferin Heike Dressel, der Eiskunstläufer Heiko Fischer, Hammerwerfer Uwe Beyer oder die Sprinterin Florence Griffith-Joyner. Namen, die ein tragisches Schicksal eint: Tod an einer Herzerkrankung.
Auch in Fitness-Studios sterben Hobby-Sportler an Herzversagen ohne vorherige Warnsignale, weil sie nichts von ihrer verborgenen Krankheit ahnen. Der 12. Hagener Herztag möchte aufklären. (Foto: Lamers)
Mit genau diesem eindringlichen Thema beschäftigt sich der diesjährige 12. Hagener Herztag, der am Samstag, 26. Februar, von ii. bis 14 Uhr in der Stadthalle Hagen, Wasserloses Tal 2, stattfindet. Veranstalter ist erneut die Herz-Kreislauf-Liga e.V., diesmal unter Mitwirkung und Mitgestaltung durch den TSV Hagen 1.86o sowie Phoenix Hagen.
"Plötzlich und unerwartet - Todesfälle im Sport und ihre Erklärung" lautet das Thema des Gesundheitsforums, zu dem der Eintritt kostenlos ist. Nicht nur bei Spitzensportlern, auch im Fitness-Studio passieren Fälle von Herzversagen ohne Warnsignale. Jedes Jahr versterben daran in Deutschland mindestens 90o Breitensportler, weil sie nichts von ihrer Krankheit ahnen. Da Herzerkrankungen die bei weitem führende Ursache bei Plötzlichen Todesfällen im Spitzen- und Breitensport sind, haben es sich die Veranstalter zur Aufgabe gemacht, Ursachen, Risiken und vor allem Möglichkeiten der Vorsorge in einer öffentlichen Veranstaltung darzustellen.
Interessante Vorträge
Im Mittelpunkt des 12. Hagener Herztages stehen am Samstag, 26. Februar, informative und interessante Vorträge namhafter Spezialisten rund um das Thema "Sport und plötzlicher Herztod".
Die Begrüßung und Eröffnung der Veranstaltung übernimmt der erste Vorsitzende der Hagener Herz-Kreislauf-Liga e.V., Dr. med. Axel Liebermann (11 bis 11.15 Uhr).
"Leistungssport - Gefahr für die Gesundheit?" fragt und erläutert anschließend Dr. med. Klaus-Peter Mellwig, Leiter der Sportkardiologie am Herz-und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen (11.20 bis 12 Uhr). Mellwig ist kardiologisch internistischer ärztlicher Betreuer der Deutschen Handballmannschaft/Männer sowie der Deutschen Zehnkämpfer-Nationalmannschaft. Dr. med. Frank van Buuren, ebenfalls von der Sportkardiologie des Herz-und Diabeteszentrums Bad Oeynhausen sowie kardiologisch internistischer ärztlicher Betreuer der Deutschen Zehnkämpfer-Nationalmannschaft, referiert im Anschluß. Sein Thema: "Sport mit Herz und Verstand. Breitensport - die ideale Möglichkeit zur Gesundheitsförderung".
Zwischen 12.50 und 13.05 Uhr wird eine Veranstaltungspause eingelegt. Um 13.10 Uhr (bis 13.50 Uhr) geht es dann weiter mit dem Vortrag "Orthopädische Versorgung im Leistungssport contra Breitensport". Referent ist Dr. med. Helmut Queckenstedt, Chefarzt der Unfall- und Orthopädischen Chirurgie am Evangelischen Krankenhaus Hagen-Haspe und Mannschaftsarzt von Phoenix Hagen.
Die Leitung und Moderation des 12. Hagener Herztages hat erneut Dr. Axel Liebermann
Die Leitung und Moderation des 12. Hagener Herztages hat wieder Dr. Axel Liebermann (Foto). Er ist erster Vorsitzender der Herz-Kreislauf-Liga e.V., die diese Veranstaltung in der Stadthalle organisiert und durchführt. Der Eintritt für alle interessierten Bürger ist kostenlos. (Foto: Veranstalter)
Neben den Vorträgen werden für die Besucher verschiedene Info-Stände angeboten. Dort gibt es Wissenswertes und Aktionen rund um Herz, Kreislauf und Lunge, rund ums biologische Alter, Blutdruckmessung, Sportangebote, Wurfspiel, Verlosung und Autogramme der Phoenix-Basketballer sowie Infos über Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.
Als Mannschaftsarzt kümmert sich Dr. Helmut Queckenstedt um die Verletzungen der Spieler von Phoenix Hagen, beim 12. Hagener Herztag referiert er am 26. Februar in der Stadthalle zum Thema "Orthopädische Versorgung im Leistungssport contra Breitensport". (Foto: Laube)
DREI FRAGEN:
Der plötzliche Herztod trifft auch Sportler
HAGEN. (mako) Die spektakulären Fälle machen Schlagzeilen, doch betroffen sind nicht nur Profis: Der plötzliche Herztod trifft immer mehr Sportler. "Plötzlich und unerwartet - Todesfälle im Sport und ihre Erklärung" ist deshalb das Thema beim 12. Hagener Herztag am morgigen Samstag. Beginn: n Uhr in der Stadthalle Hagen (Wasserloses Tal). Der Eintritt ist frei. Wir sprechen mit dem Kardiologen Dr. Axel Liebermann, Vorsitzender der Herz-Kreislaufliga Hagen.
1: Wie häufig kommt plötzliches Herzversagen im Sport vor?
Bei Spitzensportlern, die in aller Regel jünger als 35 Jahre alt sind, ist das Risiko etwa 2,4 mal höher als unter nicht Spitzensport betreibenden Gleichaltrigen. Bei Breitensportlern allein in Deutschland liegt die Zahl bei rund wo° pro Jahr, allerdings ist die Dunkelziffer höher. Gerade die Breitensportler ahnen nichts von ihrer Erkrankung.
2. Wo liegen die Ursachen? Welche Gegenmaßnahmen gibt es?
Ursächlich für plötzliches Herzversagen sind vorliegende, jedoch nicht erkannte Herzerkrankungen, von denen es leider viele gibt. Führend sind hier Herzmuskelentzündungen, Herzkranzgefäßerkrankungen und Herzrhythmusstörungen. Daraus ergeben sich folgende Maßnahmen zur Vorbeugung: Wesentlich sind die vor Beginn einer Sportart durchzuführenden Untersuchungen des Herz-Kreislaufsystems und im Falle des Vorliegens einer Erkrankung die Beratung darüber, welche Sportarten möglich sind und welche nicht.
3. Sind ehemalige Sportler besonders betroffen?
Das Risiko ehemaliger Spitzen- und Breitensportler nach einem so genannten deconditioning, das heißt Herunterfahren der ehemaligen Trainings- und Wettbewerbsdichte, nimmt signifikant ab.
Erkrankungen bleiben oft unerkannt
Hagener Herztage rücken Sportler in den Fokus
Von Christian Rasche
HAGEN.
Welche neuen Diagnostikmöglichkeiten gibt es? Wie kann ich mich gegen einen plötzlichen Herztod beim Sport schützen? Drei renomierte Referenten gaben beim 12. Hagener Herztag in der Stadthalle Hagen am Samstagmittag Antworten auf diese und viele weitere Fragen.
"Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die modernste Spitzendiagnostik einem breiten und interessierten Publikum zugängig zu machen", so Dr. Axel Liebermann, Vorsitzender der Hagener Herz-Kreislaufliga, die dieses Gesundheitsforum unter dem Titel "Sport und plötzlicher Herztod" initiirte. Grund für diese Thematik ist die große Anzahl von Todesfällen, die in den vergangenen Jahren im Leistungssport immer wieder zu beobachten waren.
Hunderte Interessierte kamen zum 12. Herztag in die Stadthalle Hagen, um sich über neue Diagnostiktechniken und Risiken zu informieren. Fotos: Christian Rasche
Dr. Klaus Peter Mellwig (Betreuer der deutschen Handball-Nationalmannschaft), Dr. Frank van Buuren (Betreuer der deutschen Zehnkämpfer-Nationalmannschaft) und Dr. Helmut Queckenstedt (Mannschaftsarzt Phoenix Hagen) referierten über die Gefahren des Leistungssports, Möglichkeiten der Gesundheitsförderung sowie über orthopädische Versorgungen im Leistungs- und Breitensport.
Besondere Beachtung wurde den Fortschritten in der medizinischen Forschung geschenkt. So machte Dr. Klaus-Peter Mellwig unter anderem auf die Hypertrophe Obstruktive Cardio-Myopathie (HOCM) aufmerksam. Dabei handelt es sich um eine Verdickung der Herzwand mit Verengung der linken Herzkammer. Ein häufiges Phänomen, das jedoch frühzeitig durch einen EKG beim Hausarzt erkannt werden könne. Am Beispiel eines gesunden Sportherzens, machte er die Unterschiede und Symptome der Erkrankung deutlich.
Phoenix-Mannschaftsarzt Dr. Helmut Queckenstedt hatte seine "Dauerpatienten" zur Autogrammstunde mitgebracht. "Man ist immer wieder von diesen Problemen betroffen. Es liegt vor allem an den Sportlern auf die Risiken einer Herzerkrankung zu achten", wusste Phoenix-Trainer Ingo Freyer.
Ein großes Problem im Leistungssport stellt die mangelnde Aufklärung dar, wie auch die Referenten betonten. Viele Sportler würden keiner gründlichen Untersuchung unterzogen, so dass Herzerkrankungen oft unerkannt blieben, was für Dr. Klaus-Peter Mellwig "ein Skandal" ist.
Zahlreiche Stände im Foyer boten den Messebesuchern die Möglichkeit, sich weiter zu informieren. Das Team von "Physio med. - Steffen Barth" bot zahlreiche Tests an, die besonders vom älteren Publikum genutzt wurden.
Großer Dank galt dem Initiator des 12. Hertages, Axel Liebermann. "Ohne sein großes Engagement, wäre eine solche Veranstaltung undenkbar. Er hat auch in diesem Jahr erneut dazu beigetragen, dass der Hagener Herztag ein großer Erfolg wird", bilanzierte Bernd Hoffmann, Medienberater unserer Zeitung.
Als Schwerpunkt für das kommende Jahr ist "Gesundheit im Urlaub" bereits in die engere Auswahl gelangt.
Einige Stände im Foyer der Stadthalle boten den Messebesuchern die Möglichkeit, sich weiter gehend zu informieren.

